Wie auch andere Stellen haben Regierungen immer mal wieder Hellseher und Hellseherinnen eingesetzt, um sich beraten zu lassen. Dies ist, je nach Zeitraum und dem Ansehen der Hellseher und Hellseherinnen in der Gesellschaft, manchmal öffentlich und manchmal im Geheimen gesehen.

Weitverbreitete Praxis in der Antike
In der Antike war es in vielen Staaten gang und gäbe, einen Hellseher oder eine Hellseherin für wichtige Entscheidungen beizuziehen. Der Glaube in Hellseherei war damals bei den meisten Völkern weit verbreitet, und so wurde diese Praxis zu dieser Zeit als ganz normal angesehen. Oftmals war ein besonderes Orakel oder eine besondere Gruppe von Hellsehern oder Hellseherinnen, und oft waren es Frauen, für diese wichtige Aufgabe zuständig.

Irrte sich ein Hellseher oder eine Hellseherin, so konnte dies schwere Folgen haben, sowohl für den Staat als auch für die Hellseherin oder den Hellseher selbst. Oftmals wurden diese dann nämlich mit dem Tode bestraft, in leichteren Fällen auch nur in die Verbannung geschickt. Aus diesem Grunde versuchten viele Hellseher, ihre Prognosen so wage wie möglich zu halten, damit ihnen keine Fehler angelastet wurden.

Über die Zeit hat sich aber das Ansehen der Hellseher gewandelt, und so sind die Hellseher mehr und mehr verschwunden.

Heute fast gänzliche verschwunden
Heute ist die Hellseherei aus den meisten Staaten gänzlich verschwunden. Kein Staat, welcher Respekt und Ansehen seiner Nachbarn genießt, verlässt sich heute noch auf so eine Praxis. Allerdings kommt es immer mal wieder vor, das ein verblendeter Diktator die Hellseherei ausprobiert. Ob die öffentlich oder im geheimen geschieht, hängt davon vom Herrscher selbst ab, meist erfährt die Bevölkerung aber zumindest als Gerüchte davon. Die meisten Leute goutieren einen solchen Aberglaube aber heute nicht mehr, und das Vertrauen in die Regierung sinkt darum stark ab.

Author mila
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